Inkasso in Spanien

Spanien ist die fünftgrößte Volkswirtschaft in Europa. Die wichtigsten Handelspartner sind Frankreich und Deutschland. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, wenn Ihr spanischer Geschäftspartner seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

1. Vorbeugen ist besser als heilen
2. Inkasso
3. Forderung übertragen
4. Außergerichtliches Inkasso
5. Gerichtliches Inkasso

1. VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN

Gerade beim Handel mit spanischen Unternehmen sollten Sie aufmerksam sein. Wichtig ist, dass Sie wissen, mit welchem Unternehmen Sie es zu tun haben. Dazu gehört die Rechtsform des Unternehmens als auch Frage, ob die Person, die mit Ihnen den Vertrag schließt, dazu befugt ist. Informationen hierzu können Sie bei entsprechenden Dienstleistern erhalten und selbstverständlich auch bei Bierens.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Forderung gut dokumentieren und im Besitz folgender Unterlagen sein: Bestellung, Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung.

Achten Sie darauf, dass Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen wirksam mit Ihrem Kunden vereinbart werden. So vermeiden Sie mögliche Konflikte. Beachten Sie die Formvorschriften für Rechnungen und schaffen Sie keinen Raum für Einwände.

2. INKASSO

Bezahlt Ihr spanischer Kunde nicht innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist, sollten Sie direkt Kontakt mit dem Kunden aufnehmen und die Gründe für die Verzögerung erfragen. Gelingt dies nicht kurzfristig, versenden Sie eine Mahnung. Auch wenn Sie mit einem Rückschein nach deutschem Recht keinen Nachweis über den Inhalt des Briefes führen können, so sollten sie dennoch Ihre Mahnung an den spanischen Schuldner per Einschreiben mit Rückschein versenden. Kommt der Rückschein unterzeichnet zurück, haben Sie zumindest den Beweis, dass das Unternehmen noch aktiv ist und sich noch an dem angegebenen Geschäftssitz befindet. Der Rückschein gilt in Spanien als Nachweis für den Zugang Ihrer Mahnung.

Schuldner in Spanien spielen mit unklaren Zahlungsversprechen oder auch durch Bestreiten der Forderung auf Zeit. Lassen Sie sich darauf ein, sind Sie möglicherweise noch immer weit von der Bezahlung Ihrer Forderung entfernt! Eine konsequente Vorgehensweise ist deshalb notwendig. Zeigen Sie Ausdauer, Nachdruck und handeln Sie schnell.

3. FORDERUNG ÜBERTRAGEN 

Reagiert Ihr Kunde auf Ihre Mahnung nicht, dann ist es wichtig, schnell zu reagieren und Ihre offene Forderung an Bierens Incasso Advocaten zu übertragen. Bierens ist eine Rechtsanwaltskanzlei, die auf nationales und internationales Inkasso spezialisiert ist. Mit einer spanischen Abteilung und einer eigenen Kanzlei in Barcelona stellen wir sicher, dass Ihr Auftrag grundsätzlich von einem Anwalt bearbeitet, der die Sprache Ihres Schuldners perfekt beherrscht und sich bestens mit den Gesetzen, Vorschriften und der Kultur des betreffenden Landes auskennt.

4. AUSSERGERICHTLICHES INKASSO

Bierens Incasso Advocaten mahnt Ihren Schuldner nach Übertragung Ihrer Forderung schriftlich und telefonisch. Sofern der Schuldner nicht innerhalb der gesetzten Frist bezahlt, wird in Abstimmung mit Ihnen ein weiteres Verfahren eingeleitet.

5. GERICHTLICHES INKASSO

In Spanien bestehen verschiedene Möglichkeiten gegen Ihren Schuldner vorzugehen. Welches Verfahren für Ihre Forderung in Frage kommt, hängt von der Art und Höhe Ihrer Forderung ab. So kennt Spanien folgende Verfahren:

Das „juicio verbal“ (mündliche Verhandlung für Forderungen bis € 6.000,00). Bei diesem Verfahren ergeht in der Regel nach 6 Wochen ein Urteil.

Das „juicio ordinairio“ (ordentliches Gerichtsverfahren für Forderungen von mehr als € 6.000,00). Dieses Verfahren schließt eine ausführliche Verhandlung ein. Diese kann 1-2 Jahre dauern.

Das „juicio cambiario“ (Verfahren für Schecks und Wechsel). Sofern Ihre Forderung auf einem unbezahlten Scheck oder Wechsel basiert, kann in Spanien ein spezielles  Verfahren geführt werden. Der Gläubiger beantragt beim Richter, den Schuldner zur Bezahlung innerhalb von 10 Tagen aufzufordern und kann gleichzeitig Güter des Schuldners pfänden.

Alle Verfahren in Spanien mit einer Forderung, die einen Betrag von € 905,00 übersteigen, müssen durch einen Prozessbevollmächtigten oder Rechtsanwalt eingelegt werden. Diese müssen ihre Vertretungsbefugnis durch Vorlage einer notariellen Vollmacht nachweisen.

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Möchten Sie mehr Informationen über Inkasso in Frankreich erhalten? Dann nehmen Sie Kontakt auf unter Tel +49 211 4976450 oder senden Sie eine E-Mail an info@bierensrechtsanwaelte.de.